Sonntags zum Baden nach Borkum? Kein Problem!
Neben der Ausbildung zum Segelflugpiloten besteht beim LSV Unna-Schwerte ebenfalls die Möglichkeit, sich zum Motorseglerpiloten ausbilden zu lassen.
Der Motorsegler stellt einen idealen Kompromiss zwischen Segel- und Motorflug dar. Die Segeleigenschaften des Flugzeugs liegen deutlich über denen herkömmlicher Motorflugzeuge. Dafür ist der Pilot nicht wie im Segelflugzeug auf die schwierige und langwierige Thermiksuche angewiesen. Selbst längere Distanzen lassen sich bequem zurücklegen.
Der Motorsegler ist eigenstartfähig, das heißt, er startet wie ein "normales" Flugzeug durch seine Motorkraft. Zwei Personen finden im relativ engen Cockpit nebeneinander Platz und können bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 130 km/h mit vollem Tank bis zu vier Stunden in der Luft bleiben. Bei günstigen Windverhältnissen also ausreichend für eine Strecke von über 500 km.
Informationen zur Ausbildung
Ziel der Ausbildung ist die Prüfung für den "Luftfahrerschein für Privatluftfahrzeugführer, Beiblatt B", abgekürzt "PPL-B". Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung ist 17 Jahre, für die Erteilung des "PPL-B" 18 Jahre. Die praktische Ausbildung umfaßt mehrere Abschnitte:
1.Abschnitt:
Starten, Landen, Platzrunde, besondere Fälle, ...
Ziel: 1. Alleinflug
2.Abschnitt:
Seitenwind, max. Zuladung, Überlandflugeinweisung, ...
Ziel: Vertiefung der fliegerischen Fertigkeiten
3.Abschnitt:
Planung und Durchführung eines Streckenfluges über 300 km
Ziel: Prüfungsreife
Die theoretische Ausbildung besteht, neben dem Grundlagenunterricht während der praktischen Ausbildung, aus drei Kursen, die während der Wintersaison das den praktischen Abschnitten entsprechende Wissen vermitteln (Dauer: jeweils ca. 4 Wochenenden). Einer dieser Kurse dient dem Erwerb des deutschen Flugfunkzeugnisses (BZF II).
Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist der Nachweis von 35 Flugstunden / 80 Theoriestunden innerhalb der vorhergehenden 24 Monate. Nach abgeschlossener Ausbildung und bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhält man den "PPL-B". Dies wird, je nach Engagement, nach ½ bis 1½ Jahren der Fall sein.
Die Ausbildung im Motorflug ist natürlich etwas teurer als im Segelflug, kommen doch noch Kosten für Abnutzung und Spritverbrauch hinzu. Einer der bevorzugten Wege für die Erlangung der PPL-B Lizenz geht deswegen über den Segeflugschein. Als Umschüler vom Segelflug werden teilweise erheblich weniger Flugstunden benötigt.
Im Verein steht für die Schulung ein Motorsegler zur Verfügung, der auch den Mitgliedern nach Absprache zur Verfügung stehen. Selbstverständlich sind damit auch Gastflüge möglich, also wer sein Haus schon immer einmal von oben sehen wollte... (Preise)
Bei Interesse oder Fragen einfach am anrufen oder am Flugplatz vorbeischauen. Nach ein paar Flugminuten setzt üblicherweise die Begeisterung erst richtig ein...


